Bruno Friesenbichler nimmt Trainerarbeit auf. Bruno Friesenbichler, ehemaliger Bundesliga-Profi und jahrelanger Trainer bei diversen höherklassigen Vereinen, wird demnächst beim Vorletzten, dem UFC Markt Allhau, seine Arbeit starten.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 18. Januar 2021 (03:23)
Nächster Halt? Markt Allhau! Bruno Friesenbichler hat in seiner Karriere vieles gesehen. Selbst kickte er mit diversen Vereinen in der Bundesliga und auch als Trainer war er mit dem TSV Hartberg höherklassig unterwegs. 2021 wartet der UFC.
NOEN

Der Amateurfußball sah schon einfachere Zeiten und dennoch sorgte eine Meldung in der Vorwoche für Aufsehen: Bruno Friesenbichler wird neuer Trainer des UFC Markt Allhau! Der ehemalige Bundesliga-Profi, der für Sturm Graz, den GAK oder Schwarz-Weiß Bregenz auf Torjagd ging, kommt als Chefcoach ins Südburgenland. Ein Engagement, das überrascht, denn auch in seiner Zeit als Übungsleiter war er vorwiegend in höherklassigen Gefilden unterwegs. So coachte er den TSV Hartberg in der 2. Bundesliga oder auch den SC Weiz in der Regionalliga Mitte.

Nun also der im Herbst sportlich strauchelnde UFC, der tabellarisch als Vorletzter in die zwangsbedingte Corona-Pause ging. Warum es dazu kam, erklärte der 52-jährige gebürtige Weizer der BVZ wie folgt: „Ich war ja jahrelang in Hartberg tätig und dort kennt sich eben Gott und die Welt. Die Hartberger kennen die Allhauer und so weiter. Schon als Norbert Krutzler noch Sportlicher Leiter in Allhau war, redeten wir einmal über ein Engagement. Damals kam das Ganze aber nicht zustande“, so Friesenbichler, der ergänzte: „Auch im Herbst 2020 sprachen wir dann noch einmal, wobei sich Obmann Sepp Garber sehr konsequent und hartnäckig immer mal wieder bei mir meldete. Irgendwann sagte ich dann zu.“

Auch von Vereinsseite wurde diese Version bestätigt. So erzählte Pressesprecher Ewald Musser: „Wir haben nach Hartberg gute Beziehungen und Bruno war dort ja schon Chef. Es wäre schon im Oktober beinahe so weit gewesen, wobei wir dann wegen Corona noch einmal davon abließen.“ Auch das UFC-Oberhaupt Garber berichtete: „Durch unseren Präsidenten Norbert Gaal und den Hartberger Hansi Gremsl kamen wir zusammen und ich habe Bruno dann einfach einmal angerufen. Er machte zuletzt ja eine Pause und wollte wieder einsteigen.“

Noch wenig Kontakt zur neuen Mannschaft

Beim Burgenlandligisten ist man stolz nach Ex-Salzburg-Kicker Somen Tchoyi, der für kurze Zeit das UFC-Trikot trug, den nächsten Bundesliga-Fisch geangelt zu haben. „Wir hoffen natürlich, dass wir mit ihm oben bleiben“, so der Obmann, der nachschoss: „Wir haben uns einmal bis zum Sommer auf ein Engagement geeinigt. Dann sehen wir weiter und wie es ihm bei uns gefällt. Wir würden den Klassenerhalt gerne mit ihm schaffen und dann ein Team mit Spielern aus der Region zusammenstellen.“

So weit ist es derweil noch lange nicht. Erst muss der Neo-Coach diverse Problemfelder bekämpfen. Corona zum Beispiel. An eine reguläre Vorbereitung ist nämlich auch Mitte Jänner nicht zu denken. Und das beschäftigt den ehemaligen Goalgetter. „Eigentlich ist im Winter die Zeit, um konsequent und kontinuierlich an seinen Schwächen zu arbeiten und ein hohes Niveau zu erreichen. Es ist derzeit nicht wirklich einfach.“

So konnte er in den bisherigen Spielen des Herbstes noch nicht ins ehrwürdige Waldstadion reisen und eine Einschätzung des Kaders fällt ihm schwer. „Ich machte mich natürlich im Internet schlau und Allhau hat ein ordentliches Team. Ich werde versuchen, zu helfen, auch wenn die Situation schwierig ist.“ Noch regiert dabei der Kontakt via WhatsApp. „Dort habe ich mich schon gemeldet und vorgestellt und auch ein kleines Trainingsprogramm ausgeschickt“, schmunzelt er, der lieber gestern als morgen losgelegt hätte.

Auch weil innerhalb des Kaders schon einiges an Bewegung reinkam. Michael Oberrisser, Matthias Wenzl und Nico Halwachs wechseln in die 2. Liga Süd nach Grafenschachen und auch Fabian Strobl verändert sich in Richtung Jabing. Im Gegenzug verkündete Garber den ersten Zugang der Rückrunde: Matija Durdek! Diesen kennt Kicker Ervin Bevab persönlich und zuletzt war der Mittelfeldspieler in Köflach (Oberliga Nord) tätig. Ein Anfang, auch wenn weiter viel zu tun bleibt. Aber das kennt Friesenbichler aus seinen bisherigen Stationen zu Genüge.