Burgenländische Teams mit Würde aus Cup verabschiedet. Neusiedl/See kam beim WAC in die Verlängerung. Auch Siegendorf und Draßburg präsentierten sich gut. Die zweite Runde war aber nicht drin.

Von Philipp Frank und Alfred Wagentristl. Erstellt am 03. September 2020 (02:13)

SIEGENDORF

Auf eine starke Leistung – vor allem in der ersten Halbzeit – darf Trainer Josef Kühbauer zurückblicken. „Wir haben uns sehr gut verkauft, der LASK war klar stärker, aber wir haben hinten dicht gemacht und uns so teuer wie möglich verkauft“, resümierte ein zufriedener Sportlicher Leiter des ASV, Harald Mayer. In den ersten 45 Minuten fanden die Linzer kein Mittel gegen den Siegendorfer Betonblock.

Siegendorf-Coach Josef Kühbauer (l.) tauschte sich vor dem Anpfiff noch mit LASK-Betreuer Dominik Thalhammer aus.
Frank

Erst das 1:0 spielte dem LASK in die Karten, mit einer 3:0-Niederlage kann der Burgenlandligist aber mehr als achtbar bilanzieren. Die Gastgeber tauschten in Hälfte zwei auch ordentlich durch. „Da dufte jeder einmal Cup-Luft schnuppern“, so Mayer abschließend.

NEUSIEDL/SEE

Sensationell verkaufte hat sich der Regionalligist aus der Seestadt. In der Lavanttal-Arena beim WAC sah alles lange Zeit nach einem Favoriten-Sieg aus, ehe Patrick Kienzl (64.) aus einem Elfmeter und der eingewechselte Niklas Sommerer (90.) per Kopf ins kurze Eck den NSC noch in die Verlängerung retteten. Dort ging der Mannschaft von Spielertrainer Sascha Steinacher aber die Luft aus, der WAC setzte sich mit 5:2 durch. „Es ist extrem schade. Wir haben alles reingeworfen. Es war so, wie man sich einen Cup-Fight vorstellt.

Der SC Neusiedl am See hatte die längste Anreise. In der Lavanttal-Arena lieferte der Regionaliga Ost-Klub vor 1250 Zuschauern eine sensationelle Leistung ab und schaffte es durch ein Last-Minute-Tor von Niklas Sommerer sogar in die Verlängerung. Dort ging den Seestädtern dann aber die Luft aus.
zVg

Der WAC war dem Sieg näher, traf dreimal die Stange und wir retteten noch dreimal auf der Linie, zudem hat Keeper Kraus auch noch einen Elfmeter gehalten“, analysierte Neusiedls Klubmanager Lukas Stranz den bravourösen Auftritt. „Für uns war es eine unglaubliche Werbung. In der Nachspielzeit konnten wir dann nicht mehr reagieren.“

DRASSBURG

Nichts wurde es mit der Überraschung für den ASV und seine Fans, aber die Truppe von Franz Lederer kann erhobenen Hauptes Bilanz über den ÖFB-Cup-Auftritt gegen die Profis ziehen. „Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen und hatten auch die ersten beiden Chancen im Spiel. Vor allem bei einer Eins-gegen-Eins-Situation von Marco Anderst mit FAC-Tormann Belmin Jenciragic steckte uns schon der Torjubel in unseren Kehlen. Wenn uns da die Führung gelingt, spielen wir meiner Meinung nach bis am Schluss um den Aufstieg“, so Draßburgs Kapitän Holger Knartz. Die ersten beiden Tore fielen jeweils nach Standardsituationen. Die endgültige Entscheidung gelang den Gastgebern in einer Drangperiode der Draßburger durch einen Konter.

FAC-Trainer Miron Muslic zum Spiel: „Draßburg war der erwartet schwere Gegner, der es richtig gut gemacht hat, aber wir sind heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“