Die Admira-Fans feierten „Totti“. Für Neusiedls Daniel Toth gab es frenetischen Jubel – und zwar vom Gäste-Fanblock.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 22. Juli 2021 (01:33)

Minutenlange Sprechchöre vor, während und nach dem Spiel — durch Neusiedl hallte es „Daniel Toth, Fußballgott.“ Dazu gab es mehrere Spruchbänder, die dem Mittelfeldspieler gewidmet waren.

Die Admira-Fans huldigten beim Gast-Spiel in der Seestadt ihrem langjährigen Kapitän beeindruckend. Dass am Ende seine Neusiedler ausgerechnet gegen seine Admira im Cup antreten durften, machte es für Toth noch einmal zu einem der ganz speziellen Momente in seiner Karriere. Dabei tat dann auch die 0:4-Niederlage, die den 34-Jährigen freilich schmerzte, nicht ganz so weh wie gegen einen anderen Gegner.

„Ich habe mich natürlich über das Ergebnis geärgert, auch weil wir eine halbe Stunde ebenbürtig waren und uns dann mit dem Elfer aus dem Spiel bringen haben lassen.“ Überwältigt war „Totti“, wie Daniel Toth von Freunden und Fans genannt wird, vom Support der Admira-Fans: „Ich habe damit nicht gerechnet. Das hat mir gegenüber keiner angekündigt, dementsprechend überrascht war ich. Ich war ja damals dann schnell weg in Stripfing und mit Corona war dann ein richtiges Verabschieden gar nicht so leicht möglich, obwohl ich schon öfters in der Südstadt war. Aber das, was die Admira-Fans da abgehalten haben, war überragend. Ich hatte Gänsehaut. Wenn man so viel Wertschätzung danach bekommt, bedeutet einem das sehr, sehr viel. Die Fans sind richtig feine Burschen mit einem tollen Charakter. Ich glaube, ich hab mit fast allen nach Nicht-Abstiegsfeiern und Europacup-Einzügen ein Bier getrunken. Die Admira hat vielleicht nicht so viele Fans wie andere, dafür aber einzigartige“, so ein überwältigter Toth.