Mattersburg zweistellig in Runde zwei. Nach dem freitägigen Ausscheiden von Parndorf (1:7 gegen Salzburg) und Draßburg (0:4 in Gleisdorf) schaffte es am Samstag der einzige rot-goldene Verein in die zweite Runde. Standesgemäß handelte es sich dabei um Bundesligist Mattersburg.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 20. Juli 2019 (21:56)

Der SVM gewann im burgenlandinternen Duell bei Landesligist Pinkafeld mit 10:0 und spazierte letztlich in die nächste Runde.

Wobei: Spaziergang war es insofern nicht, als die Mannschaft von Franz Ponweiser das gesamte Spiel über konzentriert zu Werke ging, nicht zurückschaltete und deshalb auch das zweistellige Ergebnis einfahren konnte.

Stephan Schimandl eröffnete den Torreigen bereits in der 2. Minute, er sollte in Minute 86 noch einmal treffen. Die weiteren Tore erzielten Routinier Patrick Bürger (derer gleich vier: 19., 50. (Elfer), 55., 58.), Jano per Kopf (45.), Andreas Kuen mit einem souverän gehobenen Abschluss unter die Latte (47.), Marko Kvasina per Abstauber (70.) und Christoph Halper, der im Finish einen Fehler von Pinkafeld-Goalie Andreas Diridil (dieser erwischte nicht seinen besten Tag) ausnutzte und den Ball aus großer Entfernung im Tor versenkte.

STIMMEN

Franz Ponweiser (Trainer Mattersburg): „Wir wollten das zu Null halten und viele Tore schießen. Vor allem die zweite Hälfte war gut. Die Spieler haben sich Selbstvertrauen erarbeitet, das haben sie auch richtig gut gemacht. Gefallen hat mir auch die Flexibilität, mit der die Mannschaft aufgetreten ist.“

Florian Hotwagner (Trainer Pinkafeld): „Wir sind alle miteinander froh, dass die berühmt berüchtigten grün-weißen Wochen (Anm.: Testspiele gegen Celtic Glasgow und Rapid sowie das Cupspiel gegen Mattersburg) jetzt einmal vorbei sind und wieder Alltag einkehrt. Am Samstag wartet Rudersdorf im BFV-Cup, da wollen wir wieder selbstbewusst auftreten. Wir wissen das Spiel richtig einzuschätzen. Schade ist nur, dass wir von der Leistung her nicht annähernd unser Potenzial nützen konnten. Jetzt drücken wir Mattersburg natürlich die Daumen im Cup.“

Patrick Bürger (Mattersburg): „Das war ein sehr souveräner Auftritt. Wir haben hinten nichts zugelassen und selbst nicht aufgehört nach vorne zu spielen. Die vier Tore tun auch für das Selbstvertrauen gut. Dass wir zehn Tore geschossen haben, hilft auch der gesamten Mannschaft weiter.“

Stephan Schimandl (Mattersburg): „Wir haben mit einem schnellen Tor gleich super in die Partie gefunden – genauso, wie das der Trainer wollte. Das hat uns natürlich geholfen. Und wir haben 90 Minuten lang den Druck aufrechthalten können. So gehört sich das.“ 

Christoph Saurer (Pinkafeld): „Vor allem in der zweiten Halbzweit war das dann von uns zu wenig. Wir wollten Akzente nach vorne setzen und hinten relativ stabil bleiben, sprich uns nicht abschießen lassen. Mattersburg hat gemerkt, dass wir in der zweiten Halbzeit am Sand waren, sie sind auch weiter in der Vorbereitung und haben das ausgenützt. Die Art und Weise, wie wir dann aufgetreten sind, war aber schlecht.“