Rotweinland im Fokus. Wein Burgenland will Herkunftsprofil der Weine schärfen. Buschenschankgesetz wird überarbeitet.

Erstellt am 02. Juli 2018 (15:03)
Nina Sorger
Rotwein im Fokus. Österreichwein-Marketing-Geschäftsführer Willi Klinger, Agrarlandesrätin Verena Dunst und Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister setzen auf noch klareres Herkunftsprofil.

Nach dem schwierigen Jahr 2016 wurde 2017 ein überdurchschnittlich gutes Jahr für den heimischen Wein. Agrarlandesrätin Verena Dunst: „Die Weinwirtschaft steht in den vergangenen beiden Jahrzehnten stellvertretend für den Aufschwung des Burgenlandes. Die Spitzenprodukte unserer burgenländischen Winzerinnen und Winzer sind heute national, aber auch international von großer Bedeutung.“

Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreichwein Marketing GmbH, freut sich: „Wir haben heuer einen neuen Exportrekord von 159 Millionen Euro.“ Um diese Produkte entsprechend zu vermarkten, will Wein Burgenland in Kooperation mit Österreichwein neue Wege gehen. Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister: „Wir wollen hinkünftig verstärkt – ohne die Weiß- oder Süßweine zu vernachlässigen – auf unsere Rotweine und auf das Thema ‚Weinerlebnis‘ setzen. Der Fokus liegt dabei speziell auf den autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent.“ Laut einer Studie auf der Basis von Experteninterviews wird das Burgenland zu fast 80 Prozent als Rotweinland gesehen. Laut Zechmeister sei das Ziel, „unser Herkunftsprofil zu schärfen, sozial, wirtschaftlich und nachhaltig zu agieren, die Wertschätzung und Wertschöpfung unserer Produkte zu steigern. Das ,Weinerlebnis’ muss noch mehr in den Vordergrund rücken. Deshalb soll beim Ab-Hof-Verkauf durch Schulungen der Fokus auf eine fachliche Beratung gelegt werden.“ Um kleine Weinbaubetriebe zu stärken, deren Zahl stark zurückgehe, will Dunst das Buschenschankgesetz überarbeiten. Eine neue Fassung soll Mitte Oktober im Landtag eingebracht werden.