Österreichischer Buchpreis geht an Dimitré Dinev

Erstellt am 10. November 2025 | 22:22
Lesezeit: 3 Min
Dimitré Dinev freut sich sichtlich über den Preis
Dimitré Dinev freut sich sichtlich über den Preis
Foto: APA/MAX SLOVENCIK
Der 1968 im bulgarischen Plowdiw geborene und seit 1990 in Österreich lebende Autor Dimitré Dinev ist am Montagabend in den Praterateliers des Bundes in Wien-Leopoldstadt für seinen 1.150-Seiten-Roman "Zeit der Mutigen" mit dem Österreichischen Buchpreis 2025 ausgezeichnet worden. Die zum zehnten Mal vergebene Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Debütpreis ging an die 1994 in Brixen geborene Miriam Unterthiner für ihr Stück "Blutbrot".
Sag uns deine Meinung!

"Zeit der Mutigen", erschienen im Verlag Kein & Aber, ist ein Opus magnum über Gewalt und Unterdrückung, Liebe und Magie, Tod und Leben, das zeitlich mehrere Generationen und geografisch Österreich mit Bulgarien und stilistisch historische Fakten mit sprachlicher Meisterschaft verbindet. Der verschlungene Roman ist auch ein zeithistorisches Aufklärungsbuch, ein Stasi-Roman, der Bericht über eine bleierne Zeit, die ganze Generationen deformiert hat. Für die Jury ist das Buch "ein Kraftakt, ein 'totaler Roman', der an die großen Erzähler des 20. Jahrhunderts erinnert, aber eindeutig im 21. Jahrhundert beheimatet ist und in einer Reihe mit Roberto Bolaños '2666' oder Hilary Mantels Wolf Hall-Trilogie stehen kann. Ein humanistisches Monument von einem Buch, das größer ist als Österreich, und das zeigt: Die Zeit der Mutigen ist noch lange nicht vorbei."

Inhalte werden geladen